„Unfallopferhilfen brauchen Hilfe: Wer kümmert sich darum?“

Beeindruckende und mutige Reflektion

Interview mit Dr. Claus Jessen

Er verursacht einen Unfall, eine Frau verliert ihr Leben.

„Ein selbstverschuldeter Unfall bringt Demut:
Ein Unfall kann jedem passieren“

„Am Ende sitzt eine ältere Dame tot in ihrem Auto und der Freund wird mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Polizei, Krankenwagen, Leere. Der Freund wird glücklicherweise bald wieder gesund, ich selbst bin nicht einmal ernsthaft verletzt. Irgendwann findet die Gerichtsverhandlung statt, das Urteil: Freiheitsstrafe auf Bewährung, Führerscheinentzug, Strafzahlung und eine „Entschädigung“ für die Hinterbliebenen. Das bringt mich zum Nachdenken. Es kann keine „Entschädigung“ für den Verlust eines geliebten Menschen geben.“

Dann wird er selbst unschuldig bei einem Unfall schwer verletzt.

„Ein unverschuldeter Unfall bringt Einsicht: Du kannst nur den Lebenden helfen“

„Urlaub in Ecuador, wo eine unserer Töchter Jahre zuvor als Schülerin ein Auslandsjahr verbracht hat. Meine Frau und ich fahren mit ihr im Taxi zu ihren Gasteltern. Ein Geisterfahrer beendet unsere Reise und alles Weitere kann ich nur aus Erzählungen berichten. Glücklicherweise bleiben außer mir alle weitgehend körperlich unversehrt. Die Knochen wachsen wieder zusammen, aber das schwere Schädel-Hirn-Trauma hinterlässt Spuren. Nun bin ich selbst das Unfallopfer geworden. Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit erlaubt die Ausübung des alten Berufs nicht mehr.“

Quelle: Deutscher Fundraising Verband, FUNDStücke-Ausgabe 2-2021
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