Folgeschäden nach fremdverschuldeten Personenschäden durch zeitnahe und ereignisunabhängige Unterstützung verhindern!

Empfehungen für den Opferschutz 2020

Am 27. August 2020 besuchte uns die Beauftragte für den Opferschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir freuen uns, dass Frau Auchter-Mainz unserer Einladung zum Gespräch gefolgt ist.
Entsprechend ihrer Aufgabe (3 (2) ), das Ministerium der Justiz in grundsätzlichen Angelegenheiten des Opferschutzes und der Weiterentwicklung des justiziellen Opferschutzes zu beraten, haben wir Ihr schriftlich unserer Empfehlungen zum Thema überreicht, nachdem wir diese hier vor Ort besprochen und weiter erläutert haben. Wir haben darum gebeten, diese für uns entsprechend an das Ministerium weiterzuleiten.
Unsere Empfehlungen hier im Auszug für Euch:
Folgeschäden nach fremdverschuldeten Personenschäden durch zeitnahe und ereignisunabhängige Unterstützung verhindern!
So empfehlen wir, dass zukünftig folgende Aspekte berücksichtigt und gewährleistet werden:
  • die verbindliche (gerichtsverwertbare) und zeitnahe Festgestellung der Verletzung/en die durch das Fremdverschulden eingetreten ist/sind. Ähnlich, wie bei Betroffenen von Gewaltverbrechen. Nur so kann verhindert werden, dass Unmengen von unqualifizierten und nicht neutralen Gutachten zum Nachteil der Betroffenen erstellt werden und nicht zuletzt kann auch nur so gewährleistet werden, dass die/der Betroffene ihre/seine Verletzungen nachweisen kann.
  • Die umgehende Übernahme sämtlicher Kosten, die durch das fremd verschuldete Ereignis entstehen (Befunderhebungskosten, Behandlungskosten, Rehakosten, Therapiekosten, Kosten für die juristische Vertretung usw.).
  • Der Bereich der Juristen lässt ebenfalls Raum für Verbesserungsvorschläge. So muss es eine nachgewiesene Qualifizierung geben, welche zum Beispiel ausschließt, dass sich der „Mietrechtler“ an einem Personenschaden „vergeht“.
  • Kein Richter darf ohne spezielle Qualifizierung Personenschadensachen bearbeiten.
  • Opferschutz muss für jeden Bürger gelten, der durch Dritte verletzt wird, ohne „Wenn und Aber“ – egal wie der Personenschaden erfolgt ist.
  • Es darf im zivilrechtlichen Bereich keine Unterscheidung nach Art des Ereignisses geben und somit Betroffene unterschiedlicher Kategorien geschaffen werden.
Es darf keine Betroffenen 1. und 2. Klasse geben!!!
(Unfall, Verkehrsunfall, Münster, Breitscheidplatz, German Wings Absturz, alle Betroffenen dieser Ereignisse leiden unter den individuellen FOLGEN).
– Die Folgen müssen als Maßstab gelten, nicht die Art des fremd verschuldeten Ereignisses.
Denn (beispielhaft):
gleich wer dafür verantwortlich ist, dass auf welche Art auch immer ein Betroffener den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen muss, oder einen geliebten Angehörigen verloren hat, die daraus resultierenden Konsequenzen, das zugefügte Leid müssen gewürdigt werden.
Ein schwerer Unfall sagt nicht zwingend etwas über die gesundheitlichen Folgen für Betroffene aus, theoretisch kann auch eine schwere Verletzung folgenlos ausheilen, eine vermeintlich leichte jedoch lebenslange, beeinträchtigende Folgen mit sich bringen.
Diese Empfehlungen wurden am 27. August 2020 von uns persönlich an Frau Auchter-Mainz übergeben.
Wir wünschen uns sehr, dass diese sehr zeitnah Gehör finden und mit der Umsetzung im Sinne aller Beteiligten begonnen wird.
2020-09-01T09:02:43+00:00Kategorien: Aktuelles, Magazin|